Regeln Seaside Cup FC (MMA)

MMA Regelwerk

Die Kämpfe finden in einem Ring statt.

Allgemeine Regeln

- Alle Kämpfer müssen sich vor dem Kampf durch den Ringarzt medizinisch untersuchen lassen.
- Das tragen von Mund- und Tiefschutz ist verpflichtend. Für Frauen ist ein Tiefschutz

optional. Die Qualität des Mund- und Tiefschutzes obliegt der eigenen Verantwortung.

- Verliert ein Kämpfer den Mundschutz während des Kampfes, gibt der Ringrichter bei nächster Gelegenheit das Kommando "Time" und der Kampf wird angehalten. Der Mundschutz wird von der Ringecke gereinigt und der Kämpfer setzt ihn wieder ein. Ein laufendes Kampfgeschehen wird nicht wegen des Verlustes des Mundschutz gestoppt!

- Der Gebrauch von Ölen, Cremes, Tiger Balm, Thai Öl oder ähnlichen Substanzen ist verboten
- Körperschmuck wie Ringe, Ketten oder Piercings sind vor dem Kampf abzulegen.

Handschuhe

Die Kämpfer bekommen vom Veranstalter Handschuhe gestellt. Das Benutzen von eigenen Handschuhen ist nicht gestattet.

Bandagieren der Hände

Zum Bandagieren der Hände darf handelsübliches Sporttape sowie Textil-Bandagen genutzt werden.
Die Bandagen werden vor/beim Betreten des Rings vom Ringrichter kontrolliert.

Kleidung

Kämpfer müssen eine kurze oder lange Sporthose ohne Taschen tragen. Jedem Kämpfer ist es freigestellt eine BJJ/Judo/Sambo Jacke, Ringeranzug, Knieschützer, Ellbogenschützer, Schienbeinschützer, Gelenksbandagen o.ä. zu tragen. Diese
zusätzlichen Kleidungsstücke sind in jedem Fall VOR dem Beginn der Veranstaltung dem

Ringrichter zu zeigen und auf Sicherheit kontrollieren zu lassen. Das greifen und festhalten der eigenen Kleidung ist erlaubt. Würger mit der eigenen Kleidung (Gi- Chokes) sind erlaubt. Das Tragen von Ringerschuhen ist gestattet, dass Treten zum Kopf des Gegners, sowie Tritte mit der Sohle (wie z.B. beim Frontkick) sind dann allerdings untersagt! Mund- und Tiefschutz ist verpflichtet (Tiefschutz bei Frauen optional).

Hygiene

Folgende Vorgaben müssen vom Kämpfer strikt eingehalten werden:

1) Körper und Haare müssen frisch gewaschen und sauber sein.

2) Teilnehmer tragen saubere Kleidung und saubere Schutzausrüstung.

3) Die Finger- und Zehennägel müssen kurz geschnitten sein.

4) Teilnehmer mit langen Haaren müssen diese eng am Kopf zusammenbinden.

Rundenzeit

KlasseRundenzeit
Pro

3 x 5 Minuten

(Finalkämpfe: 5 x 5 Minuten) Semi-Pro

3 x 4 Minuten

Amateur

3 x 3 Minuten

Gewichtsklassen

GewichtsklasseOberstes Gewichtslimit
Flyweight

57kg

Bantamweight

61kg

Featherweight

66kg

Lightweight

70kg

Welterweight

77,5kg

Middleweight

84,5kg

Light-Heavyweight

93kg

Heavyweight

120kg

Super-Heavyweight

Kein Gewichtslimit

Bei Titelkämpfen muss das Gewicht genau dem Gewichtsklassenlimit entsprechen.

Bei Nicht-Titelkämpfen wird eine Tolleranz von +500g oberhalb des Gewichtsklassenlimits zugestanden.

Waage

Alle Teilnehmer müssen zur angegeben Zeit zur Waage erscheinen.

Teilnehmer die das Gewicht ihrer Gewichtsklasse nicht erreichen, dürfen sich innerhalb des vom Verantwortlichen/Veranstalter angegeben Zeitrahmens (mindestens 60 Minuten) mehrfach wiegen. Bei Nichteinhaltung des Kampfgewichts erklärt man sich damit einverstanden, 20% der eigenen Kampfgage an seinen Gegner abzutreten. Darüber hinaus hat der Gegner das Recht, den Kampf aufgrund von Überschreitung des Gewichts abzusagen.

Bewertung des Kampfes (Judging)

Jeder Kampf wird durch drei Jurymitglieder beurteilt. Jurymitglieder haben den Kampf neutral und ehrlich zu beurteilen.
Die Kämpfe werden nach dem "10-Point Must System" beurteilt, dies bedeutet das der Gewinner der Runde 10 Punkte erhält und der Verlierer 9 oder weniger - ausser bei einer völlig gleich aufgehenden Runde die dann unentschieden (10-10) gewertet wird.
Die stärkste Gewichtung zur Beurteilung eines Kampfes liegt auf den Kriterien: Effektive

Schläge/Tritte und effektivem Grappling. Zusätzlich in geringerer Gewichtung werden effektive, agressive Kampfgestaltung sowie effektive Verteidigung gewertet.
"Effektive Schläge/Tritte" werden beurteilt nach der Zahl an Wirkungstreffern.

"Effektives Grappling" wird beuteilt anhand der gelungenen Takedowns und den versuchten bzw. beinahe gelungenen Submissions.

"Effektive agressive Kampfgestaltung" bedeutet den Gegner durch offensive Kampfgestaltung konstant zu Verteidigungshandlungen zu zwingen.
"Effektive Verteidigung" bedeutet Schlag-/Tritttechniken oder Takedown-Versuche abzuwehren und mit offensiven Angriffen zu beantworten.

Nach oben beschriebenen Kriterien wird eine Runde wie folgt gewertet:

10 - 10 Kein Kämpfer kann eine Dominanz in der Runde erreichen.

10 - 9 Ein Kämpfer landet mehr effektive Schlag-/Tritt- oder Grapplingtechniken.

10 - 8 Ein Kämpfer dominiert den Kampf durch seine Schlag-/Tritt- oder Grapplingtechniken

(z.B. Knock Down mit KO/TKO Gefahr).

10 - 7 Ein Kämpfer dominiert den Kampf völlig durch seine Schlag-/Tritt- oder

Grapplingtechniken (z.B. beinahe KO oder TKO).

Disqualifikation

Wenn ein Kämpfer, ungeachtet ob es Absicht war oder nicht, die Regeln nicht einhält, bekommt er eine Verwarnung des Ringrichters (in Form einer gelben Karte). Beim zweiten Vorfall gibt es einen Punktabzug von einem Punkt. Sollte es zu einem dritten Vorfall kommen, wird der Kämpfer disqualifiziert (in Form einer roten Karte). Ein Kämpfer kann auch ohne vorherige Verwarnung disqualifiziert werden (Rote Karte), wenn der Schiedsrichter (Referee) seine Regelverletzung als zu massiv einstuft.

Verbotene Angriffe / Handlungen

Kopfstösse

Finger in die Augen, Nase, Ohren oder andere Körperöffnungen stecken

Beissen, Kratzen, Kneifen, Bespucken des Gegners

Das Greifen oder Festhalten von Haaren, Kehle, Nase oder Ohren vom Gegner Schläge oder Tritte auf den Hinterkopf, Rückrat, Genitalien oder Kehlkopf Gedrehte Nackenhebel

Halten oder Hebeln von weniger als drei Fingern gleichzeitig

Schläge oder Tritte zum Hinterkopf

Fersentritte auf die Nieren

Tritte zum Kopf eines Gegners in Bodenlage

Den Ellbogen oder das Kinn auf das Auge des Gegners drücken

Mit Fingern oder der Hand Druck auf die Kehle des Gegners ausüben

Greifen oder Festhalten von Kleidung, Handschuhen, Schienbein- oder Knieschutz

Festhalten der Ringseile oder des Eckenschutzes

Probieren den Gegner aus dem Ring zu drücken oder werfen

Anweisungen des Ringrichters ignorieren

Slam's auf den Nacken oder Kopf

Beleidigendes Verhalten gegenüber dem Gegner, dem Ringrichter oder der Jury. Sich mit Absicht aus dem Ring bewegen, um aus einer Kampfsituation zu entfliehen

Verhalten welches den Kampf verzögert wie z.B. den Mundschutz absichtlich ausspucken oder eine Verletzung vortäuschen

Zusatz Pro Klasse

Ellbogenschläge zum Kopf, wenn sich einer der beiden Kämpfer in der Bodenposition (drei

Körperteile berühren den Boden) befindet

Zusatz Semi-Pro Klasse

Ellbogenschläge zum Kopf (im Stand & Bodenkampf) Kniestösse zum Kopf im Bodenkampf
Stampftritte ("Stomps") zum Körper (einzige Ausnahme: Im Standkampf zu den Füßen)

Zusatz Amateur Klasse

Ellbogenschläge zum Kopf und Körper (im Stand & Bodenkampf) Schlag- und Knietechniken zum Kopf im Bodenkampf
Stampftritte ("Stomps") zum Körper (einzige Ausnahme: Im Standkampf zu den Füßen)

Definition von Stand-/Bodenkampf bzw. Stand-/Bodenposition

Die Standposition bedeutet, das ausser den Füssen kein anderer Körperteil den Boden berührt. Folglich gilt es als Bodenposition, sobald ein anderer Körperteil als die Füsse den Boden berührt ("3 Punkte Regelung").

Ergebniss des Kampfes

1. Knock Out (KO)

Ein Kämpfer ist nicht mehr in der Lage, sich wirksam zu verteidigen oder ist bewusstlos.

2. Technischer Knock Out (TKO)

Der Schiedsrichter (Referee) entscheidet, dass es nicht mehr verantwortlich ist, den Kampf fortzuführen, aufgrund einer Verletzung oder aufgrund von sehr starken Wirkunstreffern.
Der Ringarzt entscheidet, dass es nicht mehr verantwortlich ist, den Kampf fortzuführen, aufgrund einer Verletzung oder aufgrund von sehr starken Wirkunstreffern.
Eine stark blutende Wunde kann nicht gestoppt werden.

Der Kämpfer gibt an nicht mehr weiterkämpfen zu wollen. Die Ecke des Kämpfers wirft das Handtuch.

3. Tapout

Ein Kämpfer gibt auf, aufgrund eines Hebels oder eines Würgegriffs durch Abklopfen auf die Matte oder den Körper des Gegners. Ein lautes (Auf-)Schreien wird auch als Tapout gewertet.
Es ist auch möglich, dass der Ringrichter den Kampf beendet, um die Sicherheit der Kämpfer zu

schützen und schweren Veretzungen vorzukommen.

4. Punkteentscheidung

Die Ringrichter bestimmen den Gewinner anhand der verteilten Punkte durch die drei Jurymitglieder.

Unanimous Decision: Alle drei Punktrichter bewerten den gleichen Kämpfer als Sieger. Majority Decision: Zwei Punktrichter bewerten den gleichen Kämpfer als Sieger und der dritte Punktrichter bewertet den Kampf als Unentschieden/Draw.

Split Decision: Zwei Punktrichter bewerten den gleichen Kämpfer als Sieger und der dritte

Punktrichter bewertet den Gegner als Sieger.

Unanimous Draw: Alle drei Punktrichter bewerten den Kampf als Unentschieden/Draw. Kein

Gewinner.

Majority Draw: Zwei Punktrichter bewerten den Kampf als Unentschieden/Draw, ein Punktrichter bestimmt einen Gewinner. Kein Gewinner.
Split Draw: Ein Punktrichter bestimmt einen Kämpfer als Gewinner. Ein Punktrichter bewertet den anderen Kämpfer als Gewinner und der dritte Punktrichter bewertet den Kampf als Unentschieden/Draw. Kein Gewinner.

5. Disqualifikation

Wenn ein Kämpfer, ungeachtet ob es Absicht war oder nicht, die Regeln nicht einhält, bekommt er eine Verwarnung des Ringrichters. Beim zweiten Vorfall gibt es einen Punktabzug von einem Punkt. Sollte es zu einem dritten Vorfall kommen, wird der Kämpfer disqualifiziert. Ein Kämpfer kann auch ohne vorherige Verwarnung disqualifiziert werden, wenn der Schiedsrichter (Referee) seine Regelverletzung als zu extrem einstuft.

6. "No Contest"

Wenn sich beide Kämpfer durch eine illegale Aktion disqualifizieren oder der Referee den Kampf wegen eines Unfalls in der ersten Runde abbricht, wird der Kampf als "No Contest" gewertet. Sollte ein Unfall während der zweiten oder dritten Runde geschehen werten die Punktrichter den Kampf bis zu diesem Moment und bestimmen den Sieger per Punktentscheid.
Verletzung während des Kampfes

Erleidet ein Kämpfer während des Kampfes eine Verletzung durch eine legale Technik und kann desswegen den Kampf nicht weiterführen, verliert er den Kampf durch TKO.
Erleidet ein Kämpfer während des Kampfes einen Schaden durch eine verbotene Technik, erhält er bis zu 5 Minuten Zeit, sich zu regenerieren. Falls er trotz Regenerationszeit nicht in der Lage ist, den Kampf weiterzuführen, verliert der Gegner den Kampf durch Disqualifikation.

Betreuer

Pro Team dürfen drei Betreuer den Kämpfer begleiten. Pro Team erhalten drei Betreuer freien

Eintritt zur Veranstaltung, unabhängig von der Anzahl der Kämpfer.

- Betreuer müssen sich an Regeln halten, sonst können sie nach Ermannung vom Ringrichter aus der Ringecke verbannt werden. Halten diese sich nicht an folgende Anweisung oder setzen ihr Verhalten fort, verliert der Kämpfer den Kampf durch Disqualifikation.
- Der Ring darf nur zwischen den Runden von einem Betreuer betreten werden.

- Sobald der Ringrichter das Kommando "Seconds out„oder „ Betreuer aus dem Ring“ gibt, verlässt der Betreuer unverzüglich den Ring.
- Es ist Betreuern nicht erlaubt, einen Kämpfer während des Kampfes zu berühren.

- Bedrohendes oder beleidigendes Verhalten seitens der Betreuer ist strikt untersagt.